Unternehmersalon

Unternehmergespräche im Salon

Der Austausch mit Gleichgesinnten ist für Unternehmer eine wichtige Quelle, um sich mit der Führung des eigenen Unternehmens auseinanderzusetzen. Doch häufig fehlt der geeignete Rahmen. Zum einen finden sich selten Gelegenheiten für tiefer gehende Gespräche. Zum anderen mangelt es an Gesprächspartnern, die die Situation des Unternehmers nachvollziehen können.
Mit dem Unternehmersalon im Schloss Liebieg ist ein ideales Forum für Gespräche „auf Augenhöhe“ entstanden.

Im Dialog mit anderen Unternehmern können Sie hier die Gelegenheit nutzen, in offenen oder thematisch moderierten Gesprächen Meinungen auszutauschen und das eigene Führungsverhalten zu reflektieren.

Auf Schloss Liebieg achten wir grundsätzlich auf eine wertschätzende, respektvolle Kommunikation. Nicht die Präsentation des Wissens eines Einzelnen steht im Vordergrund, sondern das interaktive Fragen und Entwickeln von neuen Gedanken. Die werteorientierte Führung von Unternehmen und Organisationen sowie die konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen Themen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft bilden die Schwerpunkte unserer Gespräche.

Mehr über den Salon im Schloss erfahren Sie hier.

Unsere aktuellen Themen:

Management und Leadership – Die Strategien erfolgreicher Unternehmer

Wie führen wie unsere Unternehmen mit Erfolg? Die Beantwortung dieser Frage ist die zentrale Aufgabe von Unternehmerinnen und Unternehmern. Dabei gilt es zu klären, was wir unter Erfolg verstehen. Die reine Fixierung auf das Ergebnis reicht nicht mehr aus. Die Art und Weise, wie wir Erfolg erzielen, spielt eine immer größere Rolle. Nachhaltigkeit, Freiheit, Gerechtigkeit und Ethik rücken in den Vordergrund. Somit ist die Haltung von Unternehmerinnen und Unternehmern (Leadership) ebenso wichtig, wie deren Können (Management).

Leadership ist die Fähigkeit, Sinn zu stiften und die Aufgabe, das Unternehmen lebendig zu halten. Management bedeutet Ziele zu erreichen.

Doch was macht den erfolgreichen Leader aus und wodurch unterscheidet er sich von einem Manager?
Benötigen Unternehmerinnen und Unternehmer Management- und Leadership-Kompetenz?
Welche Anforderungen stellt der Mittelstand in Zukunft an seine Führungskräfte?
Wie qualifiziert man sich zum Leader bzw. Manager?

Um diese Fragen geht es in unserem nächsten Salongespräch.

Ich bitte die Gäste und Nichtmitglieder der Salongesellschaft um einen finanziellen Beitrag für diesen Abend, dessen Höhe sie selbst festlegen können. Sie unterstützen mich damit in der Fortführung des Salons.

Bitte schicken Sie mir eine Mail, wenn Sie an unserem Gespräch teilnehmen möchten. Ihre Anmeldung ist verbindlich, wenn sie von mir bestätigt worden ist.

Unternehmen im Burnout?

Das Thema Burnout ist gesellschaftsfähig geworden. Nach dem sich einige Prominente zu diesem Leiden bekannt haben, finden wir es noch häufiger in den Schlagzeilen. Immer öfter erkennen Menschen aus allen Unternehmensbereichen Anzeichen einer Krise an Körper, Geist und Seele. Wer diese rechtzeitig erkennt und Gegenmaßnahmen ergreift, kann Schlimmeres verhindern. Auszeit, Sabatical, Downshifting, Restart sind die entsprechenden Synonyme für eine rechtzeitige Umkehr. Wem dies nicht gelingt, droht ein längerer Leidensweg, der oft nur mit externer Unterstützung ein gutes Ende findet. Das Wirtschaftsmagazin Brandeins stellt in seiner Aprilausgabe fest: Die Anzahl der durch Burn-out-Syndrom bedingten Krankheitstage pro 1000 Versicherte stieg von 4,6 im Jahr 2004 auf 63,2 im Jahr 2010. Wie verhindern wir, selbst an diesem Leiden zu erkranken und was ist zu tun, wenn wir bereits betroffen sind?

Immer mehr Unternehmen leiden unter kollektivem Burnout. Verantwortungsvolle Unternehmer steuern rechtzeitig gegen – im Interesse ihrer Mitarbeiter und der Zukunft ihres Unternehmens.

In diesem Salongespräch wollen wir jedoch nicht über die Hintergründe des persönlichen Burnouts sprechen. Immer häufiger entdecken wir vergleichbare Symptome auf der unternehmerischen Ebene. Sinnlosigkeit, Lähmung, Ideenlosigkeit, Überlastung, Resignation, Leistungsdruck und Vernachlässigung des Erscheinungsbildes finden wir auch bei der genaueren Betrachtung von Unternehmen. Mitarbeiter und Kunden sind von den Auswirkungen als erste betroffen. Wenn nicht rechtzeitig gegen gesteuert wird, droht dem Unternehmen der Abstieg – vergleichbar mit schweren Erkrankungen beim Menschen.

In diesem Salongespräch gehen wir den Gründen für diese Entwicklung auf die Spur. Wir klären die Anzeichen und überlegen, wie dem vorzubeugen ist. Außerdem entwickeln wir Ideen, wie das Unternehmen aus dem Burnout kommt und welche Kraftquellen es dabei nutzen kann.

Mit folgenden Themen haben wir uns im Salon auseinandergesetzt:

Entschleunigung - Sind die Schnellen wirklich erfolgreicher?

Die Beschleunigung nimmt immer mehr zu. Die Technik verschafft uns ungeahnte Möglichkeiten, Arbeitsprozesse zu beschleunigen. Die Kommunikation wird immer schneller. Ständige Erreichbarkeit, die zunehmende Zahl an Auswahlmöglichkeiten und der Erfolgsdruck erfordern ebenfalls immer schnellere Entscheidungen und unmittelbares Handeln. Schon lange Zeit gilt im Wettbewerb: Nicht der Große schluckt den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen. Ist dieser Grundsatz nach wie vor aktuell? Damit haben wir uns in unserem Salongespräch beschäftigt.

Wir können uns der Beschleunigung nur zum Teil entziehen. Als Mitwirkende in übergeordneten Systemen sind wir oft fremdbestimmt. Die Systeme entwickeln eine Eigendynamik und werden immer schneller und dynamischer. Diese Beschleunigung stellt für uns eine Herausforderung dar. So kann es zu Verbesserungen führen, wenn Entscheidungen schneller getroffen werden, Hierarchien verflachen und Verantwortungsbereiche konzentriert werden. Wichtig ist, den Einzelnen bei diesen Veränderungen zu begleiten und zu unterstützen. Stärke zeigen in dieser Situation heißt auch, zuzugeben, dass man dem Tempo nicht mehr gewachsen ist und Unterstützung benötigt.

Wichtig ist es auch, Raum für Entschleunigung zu schaffen – als Gegenpol. Bewegung in der Natur, Meditation, gute Gespräche und Zeit für Entspannung müssen genauso geplant werden, wie der Termin mit dem Vorgesetzen oder der Besuch beim Kunden.

Fazit: Wir können uns der Beschleunigung nicht immer entziehen – aber Phasen der Entschleunigung helfen uns dabei, sie besser zu bewältigen.

Das Märchen vom ewigen Wachstum

Nachlese
In unserem Gespräch wurde schnell klar, dass Wachstum sehr unterschiedlich gesehen werden kann. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist Wachstum notwendig, um Arbeitsplätze zu schaffen und Güter und Dienstleistungen zu verkaufen. So entsteht Einkommen und der Staat erhält Steuern, mit denen er seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Deutlich wurden hier jedoch die Grenzen des Wachstums. Insbesondere die Schuldenkrise zeigt, wo unbegrenztes Wachstum hinführen kann.

Klar wurde auch, dass Wachstum nicht automatisch einhergeht mit mehr Wohlstand. So profitieren viele Menschen nicht vom Wachstum. Weltweit gesehen entstehen in anderen Ländern, vor allem in den Entwicklungsländern immense Schäden, die durch das Wachstum in der westlichen Welt hervorgerufen werden. Besonders deutlich wurde dies, als wir der Frage nachgingen, was es wohl zur Folge hätte, wenn in einem Land wie China oder Indien allen Menschen einen ähnlichen Lebensstandard hätten, wie wir ihn haben.

Wir sprachen auch über gesundes Wachstum. Es kommt nicht ohne ethische Werte wie z. B. Gerechtigkeit und Freiheit aus. Wachsen ohne dabei anderen und der Umwelt einen Schaden zuzufügen – das ist das Ziel. Die Solarbranche macht es uns vor. Dass dies noch nicht an entsprechender Stelle deutlich geworden ist, zeigen die Kürzungen der Subventionen, die diese Branche am gleichen Tag erfuhr.

Aus der Perspektive der Unternehmen haben wir unterschiedliche Motive für das Wachstum erlebt. Wenn ein großer Auftrag ansteht, der mit den aktuellen Kapazitäten nicht mehr erledigt werden kann, ist Wachstum notwendig. Es ist der Reiz des Unternehmertums, Herausforderungen dann anzunehmen und nicht, sie abzulehnen. Wachstum um des Wachstums willen ist jedoch auch für Unternehmen schädlich. Beispiele dazu wurden in unserem Gespräch genannt.

Vielen Dank für die “Nachlese” vom gestrigen Abend. Sie haben in sehr angenehmer Art und Weise in einem wunderschönen Ambiente zum Thema “Das Märchen vom ewigen Wachstum” durch den Abend geführt und die Veranstaltung mit Ihrer individuellen Note musikalisch abgerundet – vielen Dank nochmals dafür!

Wachstum drückt sich jedoch nicht immer nur in wirtschaftlichen Ergebnissen aus. Patente, Innovationen, zufriedene Kunden, loyale Mitarbeiter, erfolgreiche Markteinführungen, Verbesserung des Images sind anderen Faktoren, die sich zwar nicht unmittelbar in der Bilanz ablesen lassen, aber auch zur Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen.

Das Gespräch endete nach einer vielfältigen und sehr anregenden Diskussion mit einer Gongmeditation, bei der die neuen Erfahrungen verarbeitet werden konnten.

Strategien für unsichere Zeiten

Viele Unternehmer sind es gewohnt, langfristig zu planen. Sie brauchen Sicherheit, wenn es um Investitionen oder grundsätzliche unternehmerische Entscheidungen geht. Dabei setzen sie auf Prognosen über gesellschaftliche Entwicklungen, Branchentrends, Auswirkungen von politischen Entscheidungen und das Verbraucherverhalten. Mehr und mehr erleben sie jedoch, dass die prognostizierten Entwicklungen nicht eintreffen. Plötzliche Ereignisse führen zu völlig unerwarteten Situationen. Diese können zu Krisen führen – immer wieder entdecken sie aber auch Chancen, die darin stecken.

Zukunftsfähige Unternehmen stellen sich auf diese veränderte Situation ein. Sie entwickeln Strategien, um sie zu nutzen. Häufig ist damit eine Reorganisation des Unternehmens verbunden. Es geht darum, Ballast abzuwerfen, sich von Tabus zu befreien, Grenzen zu hinterfragen und mit Flexibilität und Dynamik den neuen Herausforderungen entgegen zu treten.

In unserem Salongespräch „Strategien für unsichere Zeiten“ beschäftigen wir uns mit dieser Thematik. Insbesondere gehen wir der Frage nach: Wie können wir als Unternehmer von den Entwicklungen profitieren und wie stellen wir uns darauf ein?

Profilierung – Wer sind wir und was tun wir?

Für mittelständische Unternehmen ist die Profilierung am Markt eine wichtige Strategie zur Zukunftssicherung. Dabei geht es um die Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb, die Herausstellung der eigenen Besonderheiten und den speziellen Nutzen, den der Kunden in der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen erfährt.

Über die Frage: Wie gewinnen wir Profil? debattieren wir in unserem Salongespräch „Profilierung“. Dabei geht es darum zu klären, wie wir für unsere Unternehmen ein Profil entwickeln. Welche Möglichkeiten der Einflussnahme haben wir? Wie integrieren wir unsere Mitarbeiter in den Profilierungsprozess? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Profilierung und Markenbildung? Wie können kleine Unternehmen ein einzigartiges Profil entwickeln? Letztendlich geht es aber auch darum zu klären, wie das persönliche Profil der Menschen im Unternehmen dessen Profil beeinflusst.

Neubeginn – Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Immer häufiger hören oder lesen wir, wie Unternehmen und Organisationen, aber auch einzelne Personen einen Neubeginn wagen. Häufig ist eine Krise der Auslöser, manchmal führt aber auch die Eigenerkenntnis dazu, dass die bisher eingeschlagene Strategie zukünftig nicht mehr erfolgreich sein kann und eine bloße Korrektur nicht ausreicht.

Wir wollen darüber sprechen, was in Unternehmen, Organisationen aber auch in persönlichen Situationen Auslöser für einen Neubeginn war und wie er gemeistert wurde. Welche Erkenntnisse haben dazu geführt? Fand der Neubeginn plötzlich statt oder war es ein längerer Prozess? Wie wurde die Veränderung erlebt und was ist nachher anders als vorher gewesen? Wie ist es gelungen, Mitarbeiter, Kollegen oder auch die Menschen im persönlichen Umfeld mit auf den neuen Weg zu nehmen?